Schöne Fassade, teure Realität…

Das deutsche Dorf, das die Energiekrise einfach ignoriert...ein Leserkommentar:

Michael B:

Meine Eigenrecherche: Schöne Fassade, teure Realität. Feldheim ist kein autarkes Wunder, sondern ein hochsubventioniertes Vorzeigeprojekt. Der 10-MW-Batteriespeicher bekam 5 Mio. € direkte Steuergelder (EU + Land). Das Wärmenetz zusätzlich 830.000–850.000 € aus EU-/Bundesmitteln. Bei vielleicht 50 Haushalten kann sich jeder die massive Fördersumme pro Haushalt ausrechnen. Das Dorf umgeht durch sein eigenes Netz vor allem Netzentgelte und Stromsteuer – während über 99 % des Stroms ins nationale Netz eingespeist und mit EEG-Förderung (heute aus Steuergeldern) vergütet wird. Ohne dieses große Netz gäbe es weder diese Einnahmen noch Notversorgung bei Dunkelflaute. Auch die Biogasanlage möchte bald wieder Subventionen sehen.

Der Speicher dient zudem vor allem der Primärregelleistung für 50Hertz, um den Flatterstrom zu stabilisieren. Die restlichen Kosten daran trugen Energiequelle und Enercon.

Fazit: Funktioniert nur als privilegierte Ausnahme mit fremdem Geld und Rückhalt am großen Netz, das alle anderen bezahlen. Würde jedes Dorf das machen, würde das System kollabieren. Physik lässt sich nicht wegwerben. Und diese PR bringt die DW ins Ausland in der Hoffnung, es wird geglaubt?

Quellen: RENplus-Programm, Energiequelle GmbH.
Wenn ich falsch liege, bitte gerne korrigieren, ich habe nur Eigenrecherche betrieben.

...das kleine 1x1 zum Kommentar oben:

zum Wärmenetz:

Gefördert werden aktuell Neubauten von Wärmenetzen mit mindestens 75 % – Anteil erneuerbarer Energien und Abwärme. Je nach Fördermodul gibt es unterschiedliche Zuschüsse, bei der systemischen Förderung von Wärmenetzen gibt es eine Förderquote bis zu 40 %.

Nimmt man eine entsprechende Kommune an und rechnet mit 850.000 € Fördergelder und dies wären wiederum 40 % der Kosten, beliefen sich die Kosten auf 2.125.000 €.

Sprich auf die im Kommentar angenommenen 50 Haushalte entfielen somit pro Haushalt 42.500 € Herstellungskosten allein für das Wärmenetz.

Diese Kosten decken sich mit jenen Angaben, welche man im Netz zur Zeit findet. Man stelle sich das vor. Nimmt man noch die ganzen Kosten der anderen „Spielereien“ des Dorfes vor, dann dürfte selbst dem Dümmsten klar werden, was hier läuft. Jeder Bürger zahlt für den Luxus dieser Spezialgemeinde und deren Haus-Energie-Spezialtarife mit.

Irgendwie könnte man meinen, das wäre das St. Florians-Prinzip. Lieber St. Florian, verschon mein Haus, zünd andre an…..

Schöne Fassade, teure Realität…

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