Bad Reichenhaller Märchen

Zentralklinikum Bad Reichen hall - Bauvoranfrage

Die unendliche Geschichte zum Gesundheitsversorgung im Landkreis geht weiter. Nachdem die Regionalzeitung den Leserbrief von Ludwig Unterreiner aus Freilassing nicht abdruckt, kommt er auf dieser Seite zum Abdruck:

Leserbrief von Ludwig Unterreiner:

Leserbrief: Zentralklinikum – wie lange lassen wir uns noch hinhalten?

Was beim Zentralklinikum im Berchtesgadener Land passiert hat Methode. Und man muss es inzwischen so deutlich sagen: Entweder versteht man im Reichenhaller Stadtrat nicht, was hier gespielt wird – oder man will es bewusst nicht verstehen.

Die KSOB liefert seit Jahren dasselbe Schauspiel: ankündigen, prüfen, verschieben. Jetzt wird eine „Bauvoranfrage“ als „Fortschritt“ verkauft. Tatsächlich ist sie nichts weiter als ein weiteres Kapitel im endlosen Verzögerungstheater. Kein Zeitplan, keine gesicherte Finanzierung, keine Verbindlichkeit – aber Hauptsache, es sieht nach Bewegung aus.

Währenddessen passiert genau das, was offenbar niemand offen aussprechen will:
Der Geldfluss nach Traunstein läuft weiter – nur nicht dahin, wo er eigentlich hingehört.

Und der Stadtrat? Nickt ab.

Besonders dreist ist das Spiel mit den Bettenzahlen:
Erst werden 300 auf 240 reduziert – wegen angeblicher Effizienz. Kurz darauf sind plötzlich wieder bis zu 300 nötig – diesmal wegen der Reform.

Das ist keine Planung. Das ist Zahlenschieberei nach Bedarf. Wer soll das noch ernst nehmen?

Hier geht es längst nicht mehr um die beste Lösung für die medizinische Versorgung. Hier geht es darum, Zeit zu gewinnen, Zuständigkeiten zu verschieben und Entscheidungen so lange hinauszuzögern, bis sich niemand mehr verantwortlich fühlt.

Und genau deshalb richtet sich der Blick jetzt auf den neuen Landrat.
Die entscheidende Frage lautet: Greift er endlich durch – oder wird auch er Teil dieses Systems aus Verzögern, Vertagen und Vertrösten? Die Bürger haben dieses Spiel durchschaut.
Sie haben keine Geduld mehr für Arbeitskreise, Prüfaufträge und endlose Sitzungen, deren einziges Ergebnis neue Unklarheit ist.

Was sie erwarten, ist simpel:
Eine Entscheidung. Einen Plan. Einen Termin.

Alles andere ist nichts als ein weiteres Kapitel politischer Selbstbeschäftigung auf Kosten der Menschen im Landkreis. Oder anders gesagt:
Wer jetzt noch so weitermacht wie bisher, darf sich nicht wundern, wenn ihm irgendwann niemand mehr glaubt.

Anmerkung:

Dem Leserbrief von Ludwig Unterreiner ist wenig hinzuzufügen. Eine weitreichende Grundsatzentscheidung könnte man allerdings als ganz am Anfang der neuen Landräte treffen, ist doch auch der Traunsteiner Landrat noch nicht all zu lange im „Geschäft“.

Und diese Grundsatzentscheidung wäre, die Finanzierung der Kliniken auf die prozentuale Beteiligung von einem Drittel zu zwei Dritteln umzustellen. Fakt ist nämlich derzeit, dass der Landkreis BGL auch noch über Not dafür bezahlt, das ihm Traunstein auch die  letzte Gesundheitsvorsorge im Landkreis entzieht.

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