Welchen Sinn bzw. welche Absichten werden mit der "Wärmeplanung" verfolgt?
„Verkauft“ wird die „Wärmeplanung“ als die ultimative Umweltschutz-Maßnahme.
Wie wird die "Wärmeplanung" vor Ort in den Kommunen "aufgezogen"?
Wie eigentlich immer werden „spezialisierte“ Beratungsbüros mit der „Planung“ beauftragt. Grundsätzlich gibt es hierzu immer auch Fördergelder für die Wärmeplanung und natürlich im Anschluss, so sich die Mandatare der jeweiligen Kommune „überzeugen“ lassen, auch erhebliche Förderungen für die dann auszuführenden Wärmenetze.
Beteiligt sind eigentlich immer die gleichen Firmen.
In der Regel ist das „Frontend“ solcher Beratungsbüros ausgeführt als vermeintlich „unabhängige“ Firma, am besten mit wissenschaftlichen Anstrich, welcher über Kontate zu regionalen Hochschulen u.a. illustriert wird. Es lohnt sich allerdings immer, das Konstrukt hinter der Fassade genauer zu betrachten.
Sehr oft und schnell kommt man dann nämlich zur Erkenntnis, das hier ein hoch profitables Geschäftsmodell aus vorheriger Beratung mit nachgeschalteter Planung, zur Vermeidung dann offensichtlicher Interessenkonflikte oftmals über Kreuz mit anderen „Beratungsbüros“ mit gleicher Konstruktion läuft.
Warum sollte "Fernwärme" besser sein als individuelle, hybride Lösungen?
Die Frage ist nicht, warum „Fernwärme“ für die Umwelt besser sein soll als individuelle Lösungen in Verbindung mit bereits vorhandener Technik, die man hybrid ergänzen kann für die persönlich beste Lösung.
Besonders wenn es keine „geborenen“ Abwärmequellen gibt fehlt jede physikalische Grundlage allen von den Wärmemengen, von den Kosten für Leitungsbau u.a..
Was ist der größte "Hasenfuß" bei Fernwärme?
Am leichtesten lässt es sich mit einer einfachen Frage beschreiben:
Was ist der Unterschied zwischen einem Fernheizer und einem Drogen-Junkie?
Antwort:
Der Drogen-Junkie kann seinen Dealer wechseln, der Fernheizer definitiv nicht!
Was bedeutet diese Abhängigkeit in der Praxis?
In der Regel wird als Bedingung für einen Fernwärmeanschluss vom Versorger verlangt, vorhandene Infrastruktur zum heizen vollständig zu entfernen, bei Zwangsanschlussgebieten ist nicht einmal der Not-Einsatz von z.B. Kaminöfen erlaubt.
Dies dient ausschließlich dem Schutz des Geschäftsmodells und seiner dadurch geschaffenen Abhängigkeiten.
Was bedeutet das für den zu zahlenden Preis?
Es gibt bundesweit Versuche, diesen „Selbstbedienungsladen“ über das Bundeskartellamt in die Schranken zu weisen. Bisher erfolglos, unter der Ampel wurden entsprechende Vorhaben vom damaligen Bundeswirtschafsminister wieder kassiert. Wiederum ausschließlich zum Schutz der Geschäftsmodelle der Betreiber die vielfach kommunal „verbunden“ sind.
Wie hoch sind die Verluste bei Fernwärme?
Verkauft wird Fernwärme als praktisch verlustfreie Möglichkeit des Heizens ohne selbst technischen Aufwand treiben zu müssen. Jedoch ist der einzige Unterschied auf technischer Seite, dass der ursprüngliche „Heizkessel“ ersetzt wird, durch eine Wärmeübergabestation welche im Kern die selbst Funktion ausfüllt wie der Heizkessel, lediglich der Brenner ist einige Kilometer weiter entfernt. Die „Energie“ wird somit warm transportiert. Diese Art der Wärmeverteilung ist allein schon aufgrund der notwendigen, exorbitant teuren und hochempfindlichen Infrastruktur miterheblichen Verlusten behaftet.
Erst seit 10.2021 sind die Fernwärmeversorger gesetztlich verpflichtet, die eingekauften Energiemengen bekannt zu geben.
In Freilassing ergibt sich lt. offizieller Zahlen des Versorgers ein Verlust von bis zu 37,95 Prozent.
Dies ist ein Wert, der im Gegensatz zu einer optimierten, persönlichen Lösung die Umwelt massiv belastet.
DUH - Deutsche Umwelthilfe
Man mag zur DUH stehen wie man will, allerdings ist Fakt, dass die von der DUH in die Öffentlichkeit eingeführten Zahlen sich alle als äußerst fundiert bis gerichtsfest erweisen, solange es um Angabe physikalischer Größen geht.
Beispielhafte Information über die Netzverluste Fernwärme
In diesem Wärmenetz werden 20,9 Prozent Netzverluste angegeben.
Würde man die Energie „kalt“ z.B. in Form von Biogas über die ca. 580.000 km zu einer hauseigenen Brennwertfeuerstätte transportieren, wäre der Verlust nicht nur im Netz schlicht Null, auch der feuerungstechnische Wirkungsgrad liegt praktisch bei 100 Prozent, da sich die Anlage in der thermischen Hülle befindet.
Völlig hilflos wird argumentiert, dass diese Zahlen „nur eingeschränkt“ aussagekräftig seien, da sich in warmen Jahren mit geringerem Wärmedarf sich höhere „prozentuale“ Netzverluste ergeben würden.
Das Problem ist allerdings, die „Prozente“ sind schlicht Verlust. Frei nach einem ehemaligen Wirtschaftsminister ist die Wärme ja nicht wirklich weg, sondern nur woanders. Nämlich genutzt als Gehsteigheizung.