Agora Energiewende – Wärmenetze klimaneutral, wirtschaftlich und bezahlbar

Agora Energiewende - was ist das für ein Konstrukt?

Agora Energiewende muss man bei aller Offenheit als ideologisierte Truppe betrachten die es geschafft hat, bis in höchste politische Sphären vorzudringen um ihre ideologische Ausrichtung durchzusetzen mit extremen Folgen für das gesamte Land.

Einleitung

Bereits in der Einleitung zur „Studie“ wird darauf gedrängt, Fernwärme eine Schlüsselrolle in Städten oder Ballungsräumen zuzuweisen, um diese mit angeblich klimaneutraler Energie zu versorgen.

Kein Wort über die minderen Wirkungsgrade von +- 80 % und den horrenden Wärmeverlusten auf der Strecke. 

Es ist nun mal ein sehr großer Unterschied, ob man Energie kalt oder warm transportiert. Das Stromangebot kann ich dezentral entsprechend nutzen, es braucht auch hier kein Wärmenetz. Geothermie, ihrerseits schon bei der ersten Bohrung mit horrenden Kosten verbunden, völlig unabhängig von den noch dazu kommenden und bereits in einem Beitrag beleuchteten Infrastrukturkosten von bis zu 5.000 Euro Invest pro laufendem Meter Fernwärmeleitung, rechtfertigt die Kosten nicht ansatzweise.

Dank der ideologisierten Energiepolitik zu Ampel-Zeiten erleben wir derzeit eine nie da gewesene De-Industrialisierung. Industriebetriebe die Geothermie brauchen?

Selbst wenn, wie lange gibt es diesen Industriebetrieb als Abnehmer noch wenn ihn die o.g. Politik zum auswandern, oder schlimmer, zum zusperren zwingt weil der Standort D nicht mehr finanzierbar ist?

Man baut mit Fördergeldern, die jeder Bürger mit seinen persönlichen Steuern oder der MwSt u.a. finanziert, Anlagen, welche abhängig sind vom Verbrauch.

Nur die nicht verbrauchte kWh ist eine gute kWh

Fernwärmenetze sind aus diesem Blickwinkel absolut kontraproduktiv. Einerseits sagt der ideologiegetriebene Gesetzgeber der Bürger soll bzw. muss Häuser ohne Wärmeenergiebedarf bauen, der Bürger soll bzw. muss energetische Sanierungen machen für horrende Kosten mit Enteignungsfaktor für die Liegenschaft, um diesen bei konsequenter Umsetzung dann praktisch nicht mehr vorhandenen Wärmebedarf über Wärmenetze zu decken.

Was ist der Unterschied zwischen einem Drogen-Junkie und einem Fernwärme-Abhängigen?

Die Antwort ist ganz einfach: 

Der Drogen-Junkie kann jederzeit seinen Dealer wechseln.

Finanzierungsbedarfe

„…Dabei haben wir sowohl die Fernwärmeversorger als auch die Verbraucher in den Blick genommen. Denn zum einen ist ein sicherer Investitionsrahmen wichtig: die Versorger stehen vor Finanzierungsbedarfen, die ihre bisherige Investitionstätigkeit weit übersteigen. Zum anderen gilt es Fernwärmepreise attraktiv zu gestalten – gerade, weil typischerweise Miethaushalte Fernwärme beziehen, viele davon mit geringerem Einkommen.“

Dieser Absatz ist der HP von agora-energiewende entnommen.

Kernergebnisse der Studie:

1.

Wärmenetze sind zentral für klimaneutrale Wärme in Gebäuden – doch aktuell rechnen sich volkswirtschaftlich sinnvolle Investitionen oft nicht.

Um bis 2045 ein Drittel aller Wohnungen mit grüner Fernwärme zu versorgen, müssen sich die jährlichen Investitionen auf rund 5 Mrd. Euro verdoppeln. Innerhalb des aktuellen Regulierungs- und Förderrahmens sind diese Investitionen für Fernwärmeunternehmen derzeit betriebswirtschaftlich häufig nicht leistbar.

Kommentar: Man muss bei dieser Argumentation beachten, dass hier zentrale Wärme als „volkswirtschaftlich sinnvoll“ verkauft werden. Fördergelder sind nichts anderes als die Steuergelder von uns allen. „Betriebswirtschaftlich leistbar“ soll dann konstruiert werden über 10 bis 15 Jahre lang laufende Verträge ohne Kündigungs- oder Anbieter-Wechsel-Möglichkeit in Verbindung mit absolut undurchsichtigen Preisgleitklauseln, welche regelmäßig das Kartellamt interessieren.

2.

Die in dieser Studie enthaltenen Maßnahmen ermöglichen einen wirtschaftlichen Rahmen für Fernwärmeversorger und dämpfen den Preisanstieg für Kundinnen und Kunden.

Niedrigere Stromkosten und stetigere Fördermittel sind entscheidende Hebel, um klimaneutrale Fernwärme zu ermöglichen. Außerdem senken ein gesicherter Förderrahmen und eine staatliche Abfederung von Risiken die Kapitalkosten und aktivieren neue Investorengruppen; ordnungsrechtliche Erleichterungen vereinfachen Anschlüsse von vermieteten Gebäuden. 

Kommentar: Das einzige was agora-energiewende einfällt ist die Schaffung neuer Abhängigkeiten welche unauflösbar erinnern an die DDR in Version 2.0.

3.

Ein besserer Verbraucherschutz bestimmt Akzeptanz und Vertrauen in die Fernwärme.

80 Prozent der über Fernwärme versorgten Haushalte sind Mietshaushalte: für sie sind eine staatlich verankerte Preistransparenzplattform und die Einführung einer Preisaufsicht besonders wichtig. Trotz im Mittel steigender Wärmegestehungskosten ermöglicht das vorgeschlagene Maßnahmenpaket insgesamt, die Fernwärmepreise langfristig auf vergleichbarem Niveau mit dezentralen klimaneutralen Heizungen zu halten. 

Kommentar: Aktuell funktionieren wegen völlig undurchsichtiger Preisgleitklauseln weder die Preistransparenz, und wegen dem wirkungslosen wie hilflosen Wirken des Kartellamtes jegliche Maßnahmen in Hinblick auf „kontrollierte Preise“. Im Anschlusszwang sind Vermieter, Mieter und Eigentümer diesem Modell hilflos ausgeliefert. Die Monopol-Anbieter könnten tun und lassen was sie wollen.

4.

Zügiges Handeln lohnt: ein schneller Ausbau kann höhere Anschlussraten auf Kundenseite und ­somit eine bessere Wirtschaftlichkeit erreichen.

Kommt die Fernwärme zu spät, entscheiden Haushalte sich womöglich für andere Heizungsarten. Für die verbleibenden Haushalte steigen die Kosten: ein Risiko vor allem für Einkommensschwache und Miethaushalte ohne Wechselmöglichkeiten. Der Netzausbau für neue Anschlussgebiete hängt dabei ganz besonders an einer zügigen Verbesserung der Rahmenbedingungen.

Kommentar: Eigentlich erkennt und dokumentiert die eigene Studie den Unsinn in technischer wie wirtschaftlicher Sicht haarklein. Wer sich mit den Verlusten solcher Anlagen auseinandersetzt erkennt auch den umweltpolitischen Schwachsinn dieser Lösungen. Jede dezentrale Lösung ist die bessere Lösung. Gekoppelt wird das ganze Vorhaben dann über die gesetzlich verpflichtende Wärmeplanung mit dem dort verankerten Anschlusszwang.

Fernwärmeversorgungsunternehmen - Studie-Seite 13

In diesem Bereich geht es um entsprechende Finanzierungsmodelle und -bedingungen. Die Studie kommt ganz klar zum Schluss, ohne staatliche „Verordnung“ geht es nicht, weil kapitalseitig über den normalen Kapitalmarkt schlicht unmöglich darstellbar.

Kapitalbedarf und Risiken

Kapitalbedarf und Risiken:

Für viele Fernwärmeunternehmen stellt der Zugang zu ausreichend Kapital zur Finanzierung der Investitionen eine große Herausforderung dar.

• Die Erhöhung der Eigenkapitalquote kann eine Herausforderung darstellen. Je nach Rechtsform und Eigentumsstruktur unterscheiden sich Fernwärmeversorgungsunternehmen im Hinblick auf ihre Eigenkapitalausstattung. Stadtwerke beispielsweise weisen grundsätzlich eine hohe Eigenkapitalausstattung auf. Jedoch ist es insbesondere Kommunen in strukturschwachen Regionen oft nicht möglich, die Eigenkapitalausstattung in dem Umfang zu stärken, wie es für die anstehenden Investitionen nötig wäre. Hinzu kommt, dass oft bestimmte Renditeerwartungen erfüllt werden müssen, die die Erhöhung der Eigenkapitalquote erschweren – für Kommunen sind das derzeit insbesondere Anforderungen an die Querfinanzierung anderer kommunaler Dienstleistungen (kommunale Daseinsvorsorge), aber auch private Kapitalgeber haben meist bestimmte Renditeerwartungen.

• Der Zugang zu Fremdkapital ist für viele Energie versorger ebenfalls eine Herausforderung. Insbesondere Unternehmen in strukturschwachen Regionen und mit unzureichender Eigenkapitalausstattung haben oft keinen Zugang zu den Kapitalmärkten. Darüber hinaus haben viele Fernwärmeunternehmen bisher abseits von Kreditfinanzierungen über einen kleineren Kreis von Hausbanken kaum Erfahrung mit Finanzierungsbeschaffung.

• Dazu kommen spezifische Risiken, die die Fremdkapitalkosten erhöhen können:

› Die Unsicherheit über zukünftige Anschlussraten ist ein großer Risikofaktor insbesondere dort, wo die Netze noch stark ausgebaut werden sollen.

› Im Bereich der Wärmeerzeuger werden das Fündigkeitsrisiko bei der Geothermie oder die Beständigkeit von Abwärmequellen häufig genannt.

› Zudem werden Fernwärmeleitungen insbesondere von Fremdkapitalgebern als „vergrabener“ Asset betrachtet: Im Gegensatz zu einer Anlage zur Wärmeerzeugung können Wärmenetze nicht als Sicherheit dienen, da sie unter der Erde vergraben sind und somit nicht abgebaut, verkauft und an anderer Stelle wieder aufgebaut werden können.

Der oben kursiv gehaltene Absatz sagt genau was?

„… – für Kommunen sind das derzeit insbesondere Anforderungen an die Querfinanzierung anderer kommunaler Dienstleistungen (kommunale Daseinsvorsorge), aber auch private Kapitalgeber haben meist bestimmte Renditeerwartungen.“

Es geht um das wort „Querfinanzierung“. In Zeiten in denen alle Bürger bereits ausgepresst werden wie eine Zitrone, sei es über allgemeine Steuern, sei es über die tw. komplett aus dem Ruder laufende Grundsteuer, seien es nicht mehr tragbare Sozialversicherungsbeiträge, in diesen Zeiten wird die Fernwärme als ideologisierte Quer-Finanzierungsmöglichkeit für Kommunen verkauft ohne auch nur ansatzweise festzustellen, dass sich das keine einzige Kommune leisten kann und jeglichen Spielraum für eigenes Handeln einer Kommune vernichtet. Oder sehen wir das schlicht falsch? Ist genau dieser Weg das Ziel?

Agora Energiewende – Wärmenetze klimaneutral, wirtschaftlich und bezahlbar

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