DUH Netzverluste in Wärmenetzen - Hintergrundpapier vom 23.09.2022
Die DUH ist bekannt dafür, gerne vor Gericht zu ziehen, und dabei argumentativ so gut „ausgestattet“ zu sein, um in der Regel jeden Prozess zu gewinnen.
Im genannten Hintergrundpapier werden in einer Grafik auf Seite 3 in Abb. 2 Netzverluste bei verschiedenen Wärmebedarfsdichten und Leitungsqualitäten (verändert nach C.A.R.M.E.N. e.V.), dargestellt.
Lt. der angegebenen Zahlen steigen die RELATIVEN Verluste auf der Leitung in Abhängigkeit von der Netzlänge und der Anzahl der daran angeschlossenen Verbraucher.
DIE BETONUNG LIEGT AUF RELATIV.
Verlustwerte nach DUH:
Die DUH gibt in dieser Betrachtung Werte an zwischen 20 W/m und 35 W/m und Stunde. Diese darf man dann als absolut bezeichnen.
Der Wert von 35 W/m/h gilt für Nahwärmenetze welche eine eher schwache Abnahmedichte auf die Netzlänge gesehen, hat. Diese Struktur entspricht den vielen, jetzt per Wärmeplanung in die Kommunen gezwungenen Wärmenetze.
Verlustwert in greifbarer, für jeden verständlichen Größe
Gerechnet mit dem Mittelwert 27,5 W/m/h aus dem niedrigeren Wert 20 und dem höchsten Wert 35 W/m/h.
Verlust am Tag:
27,5 W/m/h x 24 = 660 Wh oder 0,660 kWh
Verlust im Jahr:
0,660 W/m/d x 365 = 240,09 kWh/m/a
Umgerechnet in Liter Heizöl (9,8 kWh/l) oder kg (4,8 kWh/kg) Pellets:
240,09 kWh/m/a / 9,8 = 24,5 Liter Diesel oder ca. fünf Ersatzkanister
240,09 kWh/m/a / 4,8 = 50,02 kg Pellets
Dies sind Werte die nicht zu diskutieren und auch nicht zu relativieren sind. Je länger das Netz und je weniger „Abnahmedichte“ je höher die Verluste. Die genannten Verluste sind absolut gerechnet und nicht relativ.
„Relativ gerechnet“ wird seitens der Verkäufer von Fernwärme. Mann kann es etwas trocken so auf den Punkt bringen. Je mehr unkritische Bürger man von einem Anschluss an ein Fernwärmenetz überzeugen kann, notfalls per Anschlusszwang, je mehr unkritische Bürger tragen völlig abnormale und vor allem völlig überflüssige Wärmeverluste.