Wasserstoff im Berchtesgadener Land?
Kommentar:
Als Leserbrief zum RT vom 12.02.2026 eingereicht:
Vision: Wasserstofftankstelle an der A 8 und Vorwürfe gegen städtische Töchter
Irgendwie wird man sich nicht ganz klar, was „die“ Politik eigentlich will. Der H2-Ansatz wie im Artikel beschrieben ist hervorragend, kann aber natürlich nicht isoliert betrachtet werden.
Er ist eingebettet in ein „Heizungsgesetz“ mit seinem „Zwilling“, dem Wärmeplanungsgesetz. Beides legt dieser Vision Fesseln an, da es darauf ausgerichtet ist, jeglichen Verbraucher in ein Zwangsnetz einzubinden, welchem er nicht mehr entkommen kann. Das nennt sich dann kommunaler Strom oder Fernwärme u.a., egal ob in Laufen, Freilassing, Ainring, Bad Reichenhall oder Leipzig.
Der damit einhergehende, und die Abhängigkeit stärkende Rückbau der direkten Konkurrenz in Form der Gasleitungen, passt irgendwie nicht mit dieser Vision zusammen. Man entwertet und entfernt die bereits vorhandene und bezahlte Infrastruktur mit der Energie wie Erdgas, Biogas oder Wasserstoff „kalt“ zu Anlagen mit praktisch fast 100 % Wirkungsgrad transportiert werden kann, zugunsten von völlig unkontrollierbaren Monopolunternehmen. Oder ist die eigentliche Absicht der Königsweg, kommunale GmbH’s oder sonst was zu gründen, diese machen dann ohne Ausschreibungen In-House-Geschäfte, die offensichtlich von der Rechtsaufsicht auch noch legalisiert werden, um Pleite-Kommunen weiter zu finanzieren? Die hunderte von Millionen Euro die allein im Landkreis BGL in den Aufbau der Fernwärmenetze fließen sollen, wären bei diesen Visionen wesentlich besser investiert.
Betrachtet man die Diskussion fällt einem Bürger und Wähler zum wiederholten Male ein Georg Wetzelsperger auf. Dieser kann nur zwei Sachen, einen Teil der Wähler unflätig als Protestierende beschimpfen, und den anderen Teil für dumm zu halten. Man könnte für manchen Politiker auf das Sprichwort kommen, Arroganz bedeute, auf die eigene Unfähigkeit auch noch stolz zu sein.
Wir haben quer durch Deutschland ca. 580.000 km Gasleitungen. Wir zahlen ein Vermögen für abgeregelten „Bio-Strom“. Die Elektrolyseure sollten dann doch wohl dort stehen, wo dieser Strom abgeregelt werden muss. Damit H2 zu erzeugen, wäre die intelligenteste „Abfallverwertung“ überhaupt. Dann ab in die Gasleitungen und im BGL nutzen im Gebäudebereich, für den Fahrzeugbereich transportieren wie gehabt.
Nicht protestierende, der gefühlt königlichen Hoheit keinen Respekt erweisende, selbst denkende Bürger sind das Problem. Das Problem sieht man in der nahezu wasserlosen Saalach und in den nicht vorhandenen Winden bei uns in der Gegend. Der Bürger erkennt das, Wetzelsperger nicht.
Wir werden Ende Februar den nächsten und teuersten Wählerbetrug von schwarz-rot sehen. Die Abschaffung des „Heizungsgesetzes“ wurde von höchsten Politikern dem Wähler garantiert. Ich bin überzeugt, wir werden von Kanzler Merz, Söder und Klingbeil ein weiteres Mal belogen und betrogen.
Die Bürger sollten endlich mal erkennen, dass man den Mandatsträgern, sei es auf kommunaler oder Kreisebene oder ganz oben unmissverständlich beibringen muss, wer der Chef im „Demokratie-Haus“ ist. Die Mandatare haben ein Amt auf Zeit. Liefert er nicht, sollte er spätestens durch den Wähler sein Mandat verlieren. Ich fühle mich durch den Ausspruch von Wetzelsperger persönlich zwar angesprochen, es gibt jedoch einen gravierenden Unterschied. Der eine hat Fachwissen, der andere hat außer seiner Arroganz gar nichts.
Man braucht sich nicht zu wundern, dass auf Basis dieser Unfähigkeit bundesweit unabhängige Wählervereinigungen aus dem Boden schießen. Ziel dieser Bewegung ist: Wer gegen die Bevölkerung arbeitet, muss aus dem Amt.